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Persönliche Zukunftsplanung – (neue) Wege zur Inklusion

durch personenzentriertes und sozialräumliches Denken, Planen und Handeln

Brücke Schleswig-Holstein - Kiel/D

Persönliche Zukunftsplanung ist ein Denkansatz und eine Methode, um mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen über ihre persönliche Zukunft nachzudenken, Visionen für eine positive Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit Hilfe eines Unterstützungskreises Schritt für Schritt umzusetzen. Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung wurde in den 1980er Jahren im englischsprachigen Raum unter dem Oberbegriff "person-centered planning" entwickelt und ist im deutschsprachigen Raum seit Mitte der 1990er Jahre bekannt.

Personenzentriertes Denken, die Orientierung an den Interessen und dem Willen einer Person, bildet die Grundhaltung des Konzepts der Persönlichen Zukunftsplanung. "Der Mensch steht im Mittelpunkt …" - dieser Satz gehört in vielen sozialen Einrichtungen zu den wichtigsten Leitzielen. Die Herausforderung besteht immer wieder darin, den Satz im Arbeitsalltag tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen und dabei die Unterstützung auf die Bedürfnisse der Menschen und ihrer Lebensqualität auszurichten, statt auf das System.

Die Realisierung Persönlicher Zukunftsplanung bietet sich in der Regel dann an, wenn Veränderungen anstehen oder Übergänge zu gestalten sind (z.B. Neuorientierung nach einer Krise, Wechsel der Wohn- oder Arbeitssituation, Beginn des Ruhestands). Persönliche Zukunftsplanung basiert auf einem positiven Grundverständnis und der Annahme, dass die Zukunft gestaltbar ist. Ausgangspunkte sind die Fähigkeiten und Stärken der planenden Person sowie Möglichkeiten und Chancen.

Die gemeinsame Schaffung neuer Möglichkeiten vor Ort stellt ein wesentliches Grundprinzip Persönlicher Zukunftsplanung dar. Es geht darum, Lebensräume, Dienste, Unterstützungsangebote in der Region (Gemeinde, Stadtteil…) zu erkunden und zu nutzen. Dies gelingt, wenn das in der Region vorhandene Wissen und die vorhandenen Kompetenzen aktiviert und (neue) Netzwerke geknüpft werden.

Dem personen-zentrierten Denken und Handeln verpflichtet, geht es im Kontext Persönlicher Zukunftsplanung häufig auch darum, dass sich Organisationen verändern, indem sie sich als lernende Organisationen verstehen, die die Ergebnisse individueller Zukunfts-Planungen zum Ausgangspunkt eigener strategischer Veränderungen machen.

Inhalte

  • Der Ansatz des personenzentrierten Denkens
  • Persönliche Zukunftsplanung:
    Entstehungsgeschichte
    Kerngedanken
    Prozessverständnis
    Einblick in die Methoden-Vielfalt
    Die Bedeutung von Unterstützungskreisen
    Erprobung einer Planungsmethode mit Unterstützungskreis - wie Persönliche
    Lagebesprechung, MAPS oder PATH
  • Persönliche Zukunftsplanung und Sozialraumorientierung
  • Faktoren für das Gelingen von Persönlicher Zukunftsplanung mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

Arbeitsformen

  • Impulsvotrag
  • Praktische Erprobung von Methoden Persönlicher Zukunftsplanung

Zielgruppe
Mitarbeiter/innen aus den Fachbereichen psychosoziale und berufliche Rehabilitation und Integration, die mehr über Persönliche Zukunftsplanung erfahren und Methoden selbst erproben wollen.

Referent
Dr. Stefan Doose,
Berufsschullehrer, Sozial- und Behindertenpädagoge, Diakon, unterrichtet an der Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik in Lensahn, Vorsitzender des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung e.V.

Datum
09.–10.06.2016

Ort
Brücke Schleswig-Holstein
Muhliusstraße 94, 24103 Kiel/D

Raum
Seminarraum

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