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Zukunftsplanung in Unterstützungskreisen

Schritte zu einer inklusiven Gesellschaft

Eine inklusive, innovative und gemeinwohlorientierte Weiterbildung mit den Schlüsselelementen Persönliche Zukunftsplanung, Sozialraumorientierung und personen-zentriertes Denken, Planen und Handeln

September 2018 bis Mai 2019 - Wien/A

Große und kleine Fragen als Ausgangspunkte für Veränderung
Im Lehrgang denken wir über folgenden Fragen - für uns selbst und in der Begleitung von Menschen - nach: 

  • Wie sieht eine wünschenswerte Zukunft aus? Was gehört dazu? Was nicht?
    (Lebensstilplanung, Träume, Wünsche)
  • Was kann eine Einzelperson zusammen mit ihren Verbündeten (Familie, Freunde, Profis) bewegen, damit diese Zukunft Wirklichkeit wird
    (UnterstützerInnen-Kreise)
  • Was können unterstützende Dienste, Verwaltung, Schulen, Unternehmen zu einem inklusiven, willkommen heißenden Miteinander beitragen?

Personenzentrierung, Inklusion und Unterstützungskreise
Personenzentrierung, Sozialraumorientierung und Verbindungen in Unterstützungskreisen dienen der Mitgestaltung einer inklusiven Gesellschaft, in der alle Menschen willkommen sind und etwas beitragen können. Inklusion bedeutet volle Teilhabe in allen Lebensbereichen und ist ein Menschenrecht. 

  • Gleiche Rechte für Menschen, die verschieden sind.
  • Niemand wird ausgegrenzt, weil er oder sie anders ist.
  • Vielfalt ist willkommen und wird wertgeschätzt.
  • Jeder Mensch hat vielfältige Gaben, die er oder sie einbringen kann.
  • Wir können uns gegenseitig unterstützen.
  • Wir wollen genau zuhören und voneinander lernen.

Jeder Mensch hat das Recht, in eine Zukunft zu schauen, die er oder sie gerne (er-)leben möchte. Werkzeuge und Haltung der Persönlichen Zukunftsplanung, die im Lehrgang vermittelt werden, helfen, solche Vorstellungen von einer wünschenswerten Zukunft zu entwickeln und gemeinsam mit einem Kreis aus UnterstützerInnen umzusetzen.
Persönliche Zukunftsplanung bietet vielfältige methodische Möglichkeiten, um Veränderungen im Leben einer Person oder einer Gruppe (zum Beispiel Familie, Team, Projekt) zu planen und Unterstützung für diesen Prozess und die Veränderung zu organisieren. Im gemeinsamen Planen und Umsetzen liegt großes Potenzial für nachhaltige Veränderung. Die dadurch angestoßenen Prozesse bewirken häufig nicht nur Veränderungen auf Ebene der Person, sondern darüber hinaus auf der Ebene des Gemeinwesens.

Inklusive Weiterbildung
Unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Lernstilen lernen miteinander. Die eigenen Vorstellungen und Überzeugungen können sich durch die Auseinandersetzung (persönliche Reflexion) mit den eigenen Erfahrungen in solch einer gemischten Lerngruppe verändern.

Selbsterfahrung und Reflexion, Lernerfahrungen teilen
Die Inhalte und Methoden werden von den Teilnehmenden zunächst für sich selbst erprobt. So werden sie Grundlage für die Reflexion eigener Überzeugungen und Haltung.
Die Bereitschaft zur Selbstreflexion und Reflexion ist grundlegend für die Teilnahme.
Die TeilnehmerInnen sammeln im geschützten Rahmen des Kurses, in Peergruppen mit KurskollegInnen oder parallel zum Lehrgang (erste) Erfahrungen mit Planungen. Darüber hinaus wird im Kurs ausreichend Zeit und Raum für die Reflexion der persönlichen Wahrnehmungen, Emotionen und Überzeugungen und beruflichen Erfahrungen geboten.
Im Verlauf des Lehrgangs erlernen die TeilnehmerInnen auch Formen der kollegialen Beratung und Intervision, die im Kurs regelmäßig angewendet werden.

Praxisorientierung
Der Kurs bildet einen geschützten Raum zum Lernen, Üben, gemeinsamen Nachdenken und persönlichen Reflektieren. Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung werden vorgestellt und erkundet. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden persönliche Arbeitsweisen, die zu ihren Stärken und Interessen passen. Um den Schritt in die Praxis zu unterstützen, gibt es vielfältige und kreative Austausch- und Lernformen wie z. B. Lernreisen oder Peergruppen-Austausch. Diese werden überwiegend in Selbstorganisation durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt. Jede Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer kann ein eigenes Projekt entwickeln und umsetzen. Damit entstehen »gute Geschichten«, aus denen auch andere lernen können.

Vermittlung der Kernkompetenzen der personen-zentrierten Arbeit 

  1. wertschätzende Grundhaltung
  2. empathisches und schöpferisches Zuhören
  3. dialogische Gesprächsführung
  4. Grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten der Moderation
  5. Planungsformate
  6. Menschen verbinden
  7. Lernen und Reflexion
  8. Neugier und die Fähigkeit zum Staunen

Modulare Struktur mit erfahrenen Referenten und Referentinnen und einer kontinuierlichen Kursbegleitung
Alle Module des Lehrgangs werden jeweils von einer ReferentIn und der kontinuierlichen Kursbegleitung gestaltet. Die Kursbegleiterin ist Ansprechperson für die individuellen Fragen und Prozesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstützt den Aufbau einer tragfähigen Lern- und Entwicklungsgruppe.
Alle Vortragenden und die Kursbegleitung verfügen über mehrjähriger Erfahrung mit und in Persönlicher Zukunftsplanung und sind Mitglied im Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V.

Lernschleifen und Coaching
Zur Vertiefung des Gelernten und zum Vorbereiten auf das jeweils kommende Modul gibt es zwischen den Modulen die Möglichkeit für freiwillige Treffen mit der Kursbegleitung.

Zielgruppe und Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme ist für Menschen offen, die eine inklusive, heterogene Gesellschaft mitgestalten wollen. Der Lehrgang versteht sich selbst als Lernfeld für Inklusion. Menschen mit unterschiedlichen Bildungs- und Lebenserfahrungen sind willkommen.
Es sind keine Bildungsabschlüsse vorgeschrieben.
Nach erfolgter Anmeldung findet ein ca. einstündiges Kennenlerngespräch mit der Lehrgangsleitung in Wien statt.

Termine, Themen und Vortragende

  • Starttag: 14.09.2018
    Einstieg und Grundlagen - Stefanie Miksanek
  • Modul 1: 04.-06.10.2018
    Persönliche Zukunftsplanung
    Iris Kopera, Oliver Koenig und Stefanie Miksanek
  • Modul 2: 22.-24.11.2018
    Personen-zentriert Denken, Planen und Handeln und Verbindungen in den Sozialraum und schaffen
    Gerti Lecher, NutzerInnen von Forsch!13 und Stefanie Miksanek
  • Modul 3: 21.-23.02.2019
    Unterstützungskreise moderieren - Prozesse begleiten
    Tobias Zahn und Stefanie Miksanek
  • Modul 4: 04.-06.04.2019
    Veränderungen möglich machen und begleiten - das Potenzial von Veränderung heben
    Ines Boban, Andreas Hinz und Stefanie Miksanek
  • Modul 5: 23.-25.05.2019
    Die eigene Praxis stärken und Abschluss
    Michaela Marl und Stefanie Miksanek

Datum
14.09.2018

Ort
Raum Wien/A

Ausführliche Informationen zum Lehrgang
Flyer zum Lehrgang

Anmeldung unter
Tel. +43 (0)1 89 174-113 000
hietzing@remove-this.vhs.at

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