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Lehrgang Persönliche Zukunftsplanung

Praxisorientierte, inklusive Weiterbildung in personenzentriertem Denken und Persönlicher Zukunftsplanung

23. November 2018 - 18. Oktober 2019, Gallneukirchen/A

Was ist persönliche Zukunftsplanung?
Persönliche Zukunftsplanung (PZP) ist ein Konzept, das verschiedene Methoden und Moderationsverfahren vereint, um über die persönliche Zukunft nachzudenken. Ein wichtiges Element in der Planung ist der Unterstützerkreis. Das bedeutet, dass Menschen mit oder ohne Behinderung gemeinsam in der Gruppe über die Zukunft nachdenken. Dabei geht es darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen Schritt für Schritt umzusetzen. Persönliche Zukunftsplanung bietet ein gutes Handwerkzeug, um wichtige Veränderungen im Leben zu planen und, wenn nötig, auch unkonventionelle Unterstützung bei diesen Veränderungen zu organisieren. Persönliche Zukunftsplanung befähigt Menschen dazu, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Grundlagen der Persönlichen Zukunftsplanung sind die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und Inklusion als neue Form des Zusammenlebens.

Zielgruppen - wer kann dabei sein?
Personen aus unterschiedlichen beruflichen und privaten Kontexten, die sich als Moderator/in, (Peer-) Unterstützer/in oder Botschafter/in in Persönlicher Zukunftsplanung ausbilden lassen wollen. Dies können sein: 

  • Multiplikator/innen (Mitarbeiter/innen, Leitungskräfte & Nutzer/innen) aus Organisationen der Behindertenhilfe
  • Mitarbeiter/innen arbeitsmarktpolitscher Unterstützungsmaßnahmen (Job Coaching, Clearing, Jugendcoaching, Arbeitsassistenz, Berufsausbildungsassistenz)
  • Nutzer/innen von Angeboten der Behindertenarbeit, Menschen mit Beeinträchtigung
  • Selbstvertreter/innen und Peer-Berater/innen z.B. aus der Selbstbestimmt Leben Bewegung
  • Eltern und Angehörige von Menschen mit Unterstützungsbedarf
  • Lehrer/innen, Pädagog/innen
  • Berater/innen, Trainer/innen, Coaches und Supervisor/innen
  • Fachkräfte aus diversen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit
  • Erwachsenenbildner/innen und Bildungsberater/innen
  • Sachwalter/innen, politische Entscheidungsträger/innen
  • Mitarbeiter/innen des Fördergebers

Wie ist der Lehrgang aufgebaut?
Der Lehrgang ist modular aufgebaut.
Auftaktveranstaltung: Der Lehrgang startet mit einer Auftaktveranstaltung. Diese dient einem ersten Kennenlernen und der Einführung in die gemeinsame Arbeit.
Module: Die einzelnen Module werden in Tandems von verschiedenen, erfahrenen Referent/innen und einer kontinuierlichen Kursleitung gestaltet. Die Kursleitung ist Ansprechperson im Lehrgang und steht für alle Fragen der Teilnehmer/innen zur Verfügung.
Abschlusskolloquium: Nach dem letzten Modul wird im Rahmen eines Abschlusskolloquiums gemeinsam der Fortgang der Planungsprozesse reflektiert, der Lehrgang gemeinsam ausgewertet und das Erreichte gefeiert.
Online Lernforum: Alle Teilnehmer/innen erhalten Zugang zu einem Online Lernbegleitungsforum. Auf diesem werden alle Methoden und auch weiterführende Inhalte jederzeit nachlesbar sein. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, sich zwischen den Kursen über persönliche, inhaltliche und organisatorische Fragen auszutauschen. Das Lernforum wird von der Kursleitung regelmäßig betreut.
Praxisorientierung und Selbsterfahrung: Methoden werden so vermittelt, dass sie im Kurs von den Teilnehmer/innen zunächst für sich selbst erprobt und im Anschluss in den jeweiligen Arbeitsfeldern sofort angewendet werden können. Im Kurs wird ausreichend Zeit und Raum für die Reflexion der persönlichen und beruflichen Erfahrungen geboten. Im Verlauf der Weiterbildung erlernen die Teilnehmer/innen auch Formen der kollegialen Beratung und Intervision, die im Kurs regelmäßig erprobt werden. Ein besonderer Stellenwert wird auf die Entwicklung eigenständiger Praxisprojekte gelegt, um den Transfer in das jeweilige Arbeitsfeld zu erleichtern und Methoden entsprechend weiterzuentwickeln und anzupassen.
Inklusiver Lehrgang: Der Lehrgang ist methodisch so gestaltet, dass er einer heterogenen Gruppe von Lernenden mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Lernstilen ermöglicht, etwas über personenzentriertes Denken, Handeln und Persönliche Zukunftsplanung zu lernen.
Prozessorientierung: Der Lehrgang hat viele fixe Inhalte, bietet jedoch auch die Möglichkeit auf gemeinsame Prozesse zu achten. So ist jede PZP-Weiterbildung anders und eben abhängig von dem, was mit und in der Gruppe noch entstehen wird.
Portfolio: Während des Lehrgangs erstellen die Teilnehmer/innen eine Sammlung von Notizen, Erlebnissen und ersten Erfahrungen, um ihr Lernen zu dokumentieren und zu reflektieren.

Lehrgangsabschluss:
Der Lehrgang vermittelt das notwendige Wissen und bietet zahlreiche Erprobungs-, sowie Reflexionsmöglichkeiten, um Zukunftsplanungsprozesse in vielfältigen Settings und für unterschiedliche Zielgruppen begleiten zu können. Sie können Moderator/in, (Peer-) Unterstützer/in oder Botschafter/in werden. Welchen Abschluss Sie erwerben möchten, entscheiden Sie gemeinsam mit der Kursleitung im Laufe des Kurses. Entsprechend Ihrem gewählten Abschluss erhalten Sie am Ende des Lehrgangs ein Zertifikat des Netzwerkes Persönliche Zukunftsplanung.

Inhalte – was kann man lernen?
Einführung in die Persönliche Zukunftsplanung: Praxisorientiert und mit vielen anschaulichen Beispielen bekommen Sie eine Einführung in die Grundhaltungen und den Prozess der Persönlichen Zukunftsplanung. Sie setzen sich mit der Vorbereitung und Durchführung, beziehungsweise der Begleitung von Zukunftsplanungsprozessen auseinander.
Personenzentriertes Denken und Arbeiten: Sie setzen sich mit dem personenzentrierten Ansatz auseinander und lernen eine Reihe personenzentrierter Methoden kennen. Sozialraumorientierung: Sie werden der Frage nachgehen, wie Personen in soziale und bedeutungsvolle Aktivitäten eingebunden werden können. Sie lernen Methoden kennen, um im Sozialraum Netze zu knüpfen.
Aufbau und Moderation von Unterstützungskreisen: Unterstützerkreise sind das „Kernstück“ der Persönlichen Zukunftsplanung. Sie lernen verschiedene Möglichkeiten kennen, Netzwerke und Unterstützerkreise zu organisieren.
Persönliche Lagebesprechung und Lebensstilplanung: Mithilfe der persönlichen Lagebesprechung gewinnen die planende Person und ihre Unterstützer/innen einen breiten Überblick über die aktuelle Lebenssituation und entwickeln konkrete Handlungen und Schritte für die Zukunft. Im Lehrgang werden die Persönliche Lagebesprechung und die Lebensstilplanung vorgestellt und erprobt.
Moderation mit MAPS und PATH in Unterstützungskreisen: Bei MAPS handelt es sich um ein Planungsformat, das es der planenden Person ermöglichen soll, eine „Schatzkarte“ von sich und ihren Träumen als Basis für einen Aktionsplan zu entwerfen. PATH dient der Beschreibung einer wünschenswerten Zukunft und der Planung konkreter, zielführender Schritte. Die Planungsformate MAPS und PATH im Unterstützungskreis werden in verschiedenen Konstellationen ausprobiert und moderiert.

Termine und Referent/innen:
Alle unsere Referent/innen sind aktive Mitglieder im Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung und bringen viel Erfahrung mit der Moderation von Persönlichen Zukunftsplanungen mit:

  • Auftakt: 23. 11.2018
    Nicolette Blok
  • Modul 1: 15.-16.01.2019
    Nicolette Blok, Stefanie Mikšanek
  • Modul 2: 25.-26.02.2019
    Nicolette Blok, Stefan Marchewa
  • Modul 3: 03.-04.04.2019
    Nicolette Blok, Carolin Emrich
  • Modul 4: 14.-15.05.2019
    Nicolette Blok, Gudrun Stubenrauch
  • Modul 5: 04.-05.07.2019
    Nicolette Blok, Wolfgang Schüers
  • Modul 6: 18.-19.09.2019
    Nicolette Blok, Tobias Zahn
  • Abschluss­kolloquium, 18.10.2019
    Nicolette Blok

Uhrzeit: jeweils von 9 bis 17 Uhr

Datum
23.11.2018

Ort
Haus Bethanien
Hauptstraße 3, A-4210 Gallneukirchen

Raum
Veranstaltungssaal

Anmeldeschluss
05.10.2018

Informationen und Anmeldung
Ausführliche Lehrgangsbeschreibung (auch in Leichter Sprache) und Informationen zur Anmeldung erhalten Sie im:

Folder zum Lehrgang

Weitere Informationen
erhalten Sie bei:
Sabine Eder
Tel. +43 (0) 7235 65 505 1416
s.eder@remove-this.diakonie-akademie.at
www.diakonie-akademie.at

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